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Wichtige Regeln für den Umgang mit Hunden

Hunde können die treuesten und besten Freunde des Menschen sein. Viele haben Angst vor Hunden, was meist auf schlechten Erfahrungen gründet. Zum Teil überträgt sich die Angst der Eltern auf das Kind. Untenstehend finden Sie Tipps zum richtigen Umgang mit Hunden aus dem Referat für Veterinärwesen:

Erst den Besitzer fragen, dann zum Hund hingehen!

Auch wenn der Hund noch so niedlich oder freundlich aussieht, immer zuerst die/den BesitzerIn fragen, bevor man sich dem Hund nähert. Manchmal hat der Hund vielleicht schon negative Erfahrungen mit Kindern gemacht, weshalb er auf diese nicht gut reagiert. Wenn man in die Wohnung kommt, in der auch ein Hund wohnt, dann ist es vorrangig sein Zuhause, das er gegen den „Eindringling“ verteidigt.
Auch Hunde, die vor einem Geschäft auf seine/n BesitzerIn wartet, sollten in Ruhe gelassen werden.

Den Hund behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

Damit ist gemeint, dass man den Hund nie an den Haaren oder Ohren ziehen darf. Bei Kleinkindern, deren motorische Fähigkeiten noch nicht gut ausgebildet sind, ist deshalb Vorsicht geboten. Hunde reagieren auch äußerst empfindlich, wenn man sich ihrem Schwanz (Rute) nähert, daran zieht oder versehentlich drauftritt. Besonders in Öffis, wenn es räumlich eng werden kann, sollte auf Pfoten und Rute des Hundes geachtet werden.

Dem Hund nie starr in die Augen schauen!

Wenn sich zwei fremde Hunde begegnen, so versuchen sie, sich zuerst über ihre Stellung in der Rangordnung zu einigen. Das „Sich-in-die-Augen-Schauen“ ist dabei ein ganz wichtiges Mittel. Beide Hunde starren sich in die Augen, einer dreht den Kopf weg, der andere ist zufrieden. Für ihn ist klar, dass er in der Rangordnung höher steht. Beide sind glücklich, dass sie nicht kämpfen müssen. Kann sich keiner entschließen, wegzusehen, dann wird gekämpft um den Rang zu behaupten. Wenn ein Mensch einem Hund starr in die Augen sieht, fordert er ihn zum Kampf.

Alles vermeiden, was ein Hund als bedrohlich empfinden kann.

Jeder Hund ist glücklich, wenn er in einer Rangordnung leben darf und seinen bestimmten Platz hat. Die Stärkeren geben den Ton an, die Schwächeren müssen gehorchen. Ein Hund empfindet Kinder oft als Schwächere. Bedroht ein Kind einen Hund durch Spielgeräte, falschen Verhalten, o.ä., wird der Hund versuchen seine Stellung in der Rangordnung zu verteidigen.

Nahrungsaufnahme – Bitte nicht stören!

Beim Fressen reagieren die meisten Hunde noch genauso wie ihre Urahnen: Fressen ist die Grundlage für das Überleben. Jede Störung beim Fressen betrachtet der Hund als Angriff auf sein Recht auf Futter. Er wird sein Futter verteidigen – und das mit allen Mitteln. Deshalb nie versuchen einem Hund etwas zu fressen wegzunehmen. Auch nicht, wenn es die eigene Wurstsemmel war, die er gerade geklaut hat.

Nie vor einem Hund weglaufen

Hunden laufen und jagen gerne. Wenn etwas vor ihnen davonläuft, dann können sie nicht anders – sie müssen hinterher und es sich schnappen. Dieses Verhalten ist angeboren. Auch wenn jemand Angst vor Hunden hat, gilt: Stehen bleiben! Vor einem Hund wegzulaufen lohnt sich nicht, denn die meisten Hunde sind sehr schnell. Einige können sogar ein Fahrrad oder ein Mofa überholen.

Keine raufenden Hunde trennen

Die meisten Hunde spielen gerne mit anderen Hunden, doch manchmal wird aus dem Spiel schnell Ernst und schon ist eine Rauferei im Gange. Hunde konzentrieren sich nur mehr auf den Gegner und hören kaum Kommandos. Auf keinen Fall darf mit den Händen dazwischen gegriffen werden. Meist hören die Hunde nach einigen Minuten von allein wieder auf zu beißen. Ist dies nicht der Fall, sollten sich zwei Erwachsene je einen Hund „vornehmen“, versuchen diesen am Halsband zu fassen zu kriegen und voneinander zu entfernen. Am besten ist jedoch den Hund nicht von der Leine zu lassen.

Nie ein Kind mit einem Hund alleine lassen

Der Hund ist wohl der treueste und beste Freund des Menschen, aber er ist ein Tier, welches seinen Instinkten folgt. Das macht ihn unberechenbar, egal wie gut erzogen er ist. Besonders gegenüber Kindern reagieren Hunde manchmal unvorhersehbar, etwa weil sie das Kind beschützen wollen oder weil sie sich bedroht fühlen. Der Hund kann sich nicht mitteilen, das Kind schätzt die Situation falsch ein und schon kann die Katastrophe passieren. Deshalb gilt: Nie das Kind mit dem Hund alleine lassen!

Abstand halten zum Gebiss, auch beim Spielen

Alle Hunde spielen gerne. Es gibt für sie nichts Schöneres, als etwas zu fangen oder zu erjagen, um es dann festzuhalten, spielerisch darum zu kämpfen und es zu verteidigen. Dabei kann es passieren, dass der Hund einmal mit den Zähnen daneben schnappt. Aber meistens will ein Hund nicht beißen, sondern nur etwas festhalten. Das ist zwar trotzdem schmerzhaft, aber mit „still halten“ und laut „Aua!“ rufen, sollte ein gut erzogener Hund loslassen.

Leinenpflicht in Innsbruck

Das Zusammenleben von Menschen und Hunden bringt vielfältige positive Wirkungen mit sich. Wichtig dabei sind gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme. Hunde, die sich frei auf der Straße bewegen, sprich nicht angeleint sind, können beklemmende Gefühle bei Menschen auslösen, die ihnen begegnen. Obwohl nicht im gesamten Stadtgebiet Leinenzwang herrscht, ist es doch zu empfehlen, Hunde auf Straßen und Gehwegen an der Leine zu führen.
Unbedingt an der Leine zu führen sind Hunde

  • in Parkanlagen, Spielplätzen und Märkten,
  • im Bereich landwirtschaftlicher Kulturen während der Vegetationszeit (März bis Oktober) und
  • auf bestimmten Forst- und Wanderwegen (siehe untenstehende Karten zum Download).

Leinenzwang auf bestimmten Wegen

wanderwege-leinenzwang-01.pdf   (7361 KB)

Leinenzwang auf bestimmten Wegen (2)

wanderwege-leinenzwang-02.pdf   (1234 KB)