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5 Tipps zu Balkon und Garten

Die Tage werden länger, die Temperaturen angenehmer und gleichzeitig beginnt eine der arbeitsintensivsten Zeiten für HobbygärtnerInnen. Die Zeichen des Winters müssen beseitigt werden, damit die Sonne im eigenen grünen Reich, egal ob Garten oder Balkon, wieder genossen werden kann. Das städtische Amt für Grünanlagen hat dafür fünf Tipps.

1. Der immergrüne Balkon

Bei mehrjährigen, immergrünen Pflanzen am Balkon sind mehrere Dinge zu beachten:

  • Bleiben die Pflanzen das ganze Jahr über dort, sollte auf winterharte Pflanzgefäße geachtet werden. Tontöpfe sind nicht geeignet.
  • Efeu ist als Sichtschutz sehr beliebt. Wohnt man allerdings zur Miete oder möchte keine unschönen Kletterspuren an der Hausmauer, sollte die zu begrünende Wand zum Beispiel mit Holz verkleidet werden. Die Haftscheiben, mit denen der Efeu sich „festhält“, fressen sich in den Untergrund und können die oberste Schicht des Mauerwerks zerstören.
  • Die richtigen Standortansprüche der Pflanzen sind zu beachten. Ein unempfindlicher und anspruchsloser Zeitgenosse ist beispielsweise der Buchs. Dieser ist winterhart und pflegeleicht, wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten und dankt einen regelmäßigen Form- oder Rückschnitt mit buschigem Wuchs.
  • Feuerdorn und Erika (Schneeheide) sind nicht nur immergrün, sondern verzieren den winterlichen Balkon mit bunten Beeren und Blüten.
  • Manche mehrjährige Pflanzen müssen in ein Winterquartier übersiedeln, da sie frostige Temperaturen nicht aushalten. Informieren Sie sich rechtzeitig in einer Gärtnerei.

2. Richtiger Schnitt und Pflege für Thuja-Hecken

Thuja-Hecken werden häufig als Sichtschutz im Garten gepflanzt. Wenn die Thujen etwa einen Meter hoch sind, beginnt man mit den Schnittmaßnahmen. Diese sind wichtig, damit im Heckeninneren kein Lichtmangel entsteht, der zu irreparablen Schäden durch Verkahlung führen kann. Einen radikalen Rückschnitt verträgt der Lebensbaum, wie Thujen auch genannt werden, sehr schlecht.

  • Thujen werden nur im grünen Bereich geschnitten – am besten an einem bewölkten Tag, sonst kann es zu Verbrennungen der Schnittstellen kommen.
  • Ideal ist eine Trapezform (unten breiter), weil mehr Licht ins Innere kommt und im Winter nicht so viel Schnee auf der Hecke liegen bleibt.
  • Wer seinem Augenmaß nicht vertraut, spannt ein Seil. So kann mit der Heckenschere eine gleichmäßige Fläche gestaltet werden.
  • Viele schneiden die Thujen im Frühjahr, kurz vor dem Austrieb. Besser ist ein Schnitt Ende Juni (24. Juni, Johannitag - siehe Infobox), weil dadurch meist nur einmal geschnitten werden muss.

3. Hecken und Sträucher als Lebensraum für Vögel

Durch ihren teils dichten Wuchs bieten Sträucher und Hecken einen perfekten Nistplatz für Vögel. Die Nähe zu den nährstoff- und futterreichen Böden in Gärten bringt zudem Vorteile für die geflügelten Gartenbewohner. Bei einem radikalen Rückschnitt ist besonders darauf zu achten, diesen vor der Brutzeit zu erledigen, da Nesträuber sonst leichtes Spiel haben.

Johannitag

Am 24. Juni wird des Geburtstags von Johannes dem Täufer gedacht. Dieser Gedenktag steht in enger Verbindung mit der Sommersonnenwende. Für den Gartenbau sowie die Landwirtschaft ist der Johannitag von alters her ein Lostag. An diesem Tag endet beispielsweise die Spargel- und Rhabarberernte. Letzterer reichert ab Ende Juni vermehrt Oxalsäure an und ist ab der Blüte ungenießbar. Vor dem Winter schneidet man am besten die Blätter bodennah ab und legt sie über den Stock. So werden Nährstoffe zurückgegeben und die Blätter bieten gleichzeitig Schutz vor Kälte.

4. Der beste Zeitpunkt, um Sträucher zu schneiden

Die Blühzeit bestimmt den Zeitpunkt für den Schnitt. Frühjahrsblüher, wie beispielsweise die Forsythie, bilden ihre Blüten an den Vorjahrestrieben aus. Soll der Strauch in Form gebracht oder ein Veralten verhindert werden, erfolgt ein Rückschnitt ausschließlich nach der Blüte. Sträucher, die am einjährigen Holz blühen, wie zum Beispiel der Fingerstrauch oder die Rispenhortensie, sollten im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten werden, um die Blütenbildung zu fördern.
Grundsätzlich gilt bei allen Sträuchern:

  • Alle abgestorbenen, dürren und erfrorenen Äste entfernen.
  • Sollten Krankheiten, wie Pilzbefall oder Schimmel, auf Zweigen zu sehen sein, müssen diese entfernt und entsorgt werden. So wird ein Übergreifen auf andere Pflanzen verhindert.
  • Triebe, die nach innen oder quer wachsen, stören ein regelmäßiges Wachstum des Strauchs und werden ausgeschnitten.
  • Dicht gewordene Sträucher werden ausgelichtet, indem komplette Triebe entfernt werden. Besonders wichtig ist dies bei Beerensträuchern, denn dann reifen die Früchte durch die vermehrte Sonneneinstrahlung wieder besser.

5. Strauchschnitt gehört nicht in den Wald

Grundsätzlich dürfen Strauchschnitt und sonstige Gartenabfälle aufgrund des Forstgesetzes nicht im Wald deponiert werden. Darüber hinaus wurden einige Ziergehölze in privaten Gärten, wie z. B. der Sommerflieder, aus anderen Erdteilen eingeführt. In Österreich gibt es knapp 1.000 dieser Pflanzenarten, welche als Neophyten bezeichnet werden. Einige davon sind besonders ausbreitungsfreudig und können ökologische, wirtschaftliche und gesundheitliche Probleme verursachen. Durch die Ausbringung von Strauchschnitt in heimische Wälder könnte die Ausbreitung dieser Neophyten zusätzlich gefördert werden. Deshalb wird dringend gebeten, den Strauchschnitt ordnungsgemäß bei der Grünschnitt-Sammelstelle in der Kranebitter Allee kostenlos bzw. in der städtischen Kompostieranlage Roßau gegen Gebühr abzugeben. VL

Öffnungszeiten

Grünschnitt-Sammelstelle Kranebitten

April bis November
montags, 09:00-18:00 Uhr
freitags, 13:00-18:00 Uhr

Kompostieranlage Roßau

ganzjährig
Mo. bis Do., 07:00-12:00 Uhr, 13:00-16:00 Uhr
Fr., 07:00-12:00 Uhr, 13:00-17:00 Uhr
Sa., 09:00-12:00 Uhr